Namen merken leicht gemacht!

Von Sonja TrieschmannBlog, , , Mit 0 Kommentaren

„Gedächtnis ist Fantasie mit Bewusstsein“ (Kant)

Erinnern Sie sich, als Ihnen das letzte Mal unverhofft ein Kunde, Bekannter oder Geschäftspartner in der Stadt über den Weg lief? Spürten Sie die aufkommende Panik? Denn alle Informationen, die Ihr Gehirn Ihnen gab, lauteten: „Den kenne ich. Aber ich habe keine Ahnung woher oder wie er heißt.“ Das muss nicht sein.

Beim Merken von Namen gibt es unterschiedliche Methoden. Sie können es mit der phonetischen Methode probieren, so zum Beispiel: „Herr Müller ist wirklich ein Knüller“ oder „Frau Kranz ist keine dumme Gans“. Was ist mit fremdländischen Namen, zu denen man keine Assoziation hat, wie beispielsweise Unizyleck? Hier gibt es die Ersatzwort-Methode. Man sucht in den einzelnen Silben etwas Bekanntes, das phonetisch gleich oder ähnlich klingt. Bei dem Namen Unizyleck wäre das Uni Zy leck. Uni erinnert an die Universität, Zy an das Gift Zyankali und leck an das Adjektivlecker. Hierbei stellt man sich also eine Universität vor und einen Professor, der in der Vorlesung den Studenten euphorisch erklärt, Zyankali sei nicht giftig, sie sollten es probieren und es sei wirklich lecker.

Der Tipp dazu: Prägen Sie sich etwas Markantes ein, was mit der Person in Verbindung steht. Vielleicht hat Frau Unizyleck wunderschöne blonde Haare sobald sie in der Uni das Zyankali für lecker befindet, verfärben sich diese und werden giftgrün.

Mit Vornamen ist das nichts anderes. Wenn Sie eine Julia kennen lernen, die immer eine galante Hochsteckfrisur trägt, stellen Sie sich den Balkon vor, der oben auf der Frisur thront und sie, wie sie darauf steht und hinab zu Romeo blickt, der ihr seine große Liebe gesteht. Wenn eine Siegrid eine erfolgreiche Geschäftsfrau ist und immer siegessicher lächelt, stellen Sie sich vor, wie sie nach dem guten Geschäftsabschluss auf ihr Pferd stieg, siegreich lächelte und wegritt. Vielleicht ist Thomas ja Brillenträger und Sie malen sich aus, dass er statt Brillengläser Tomaten auf den Augen hat.

Um Namen gleichen Ursprunges nicht durcheinander zu bringen und überlegen zu müssen, ob die neue Kollegin jetzt Brigitte, Britta oder Birgit heißt, ist es hierbei hilfreich, ein Bild für die entscheidende Endsilbe zu finden. Stellen Sie sich zum Beispiel vor, dass Brigitte immer Tee trinkt, während Britta mit einem Pritt-Klebestift eine Tasse wieder zusammen leimt und Birgit einen großen Schluck Bier trinkt, um gleich darauf zu sagen: „Igitt!“

Merken: mit Bildern behält man besser! Allerdings sollten Sie diese wiederholen, denn nur so gelangen sie auch ins Langzeitgedächtnis. Vielleicht erscheint Ihnen das umständlich. Das mag am Anfang so sein, wenn Ihre Fantasie noch nicht daran gewöhnt ist komische Bilder zu kreieren, aber mit etwas Übung geht das in Sekunden automatisch und Sie werden sehen, Ihre Kunden freuen sich, wenn Sie den Namen parat haben. Viele werden Sie für Ihr gutes Gedächtnis bewundern. Haben Sie keine falsche Scheu, weil die Bilder albern sein könnten. Denn niemand kann in Ihren Kopf schauen und schlussendlich ist es das Ergebnis, was zählt und nicht der Weg dorthin.